BioGraphie

Von Wiegenliedern zu Liebesliedern

Schon bei seinem ersten glockenklaren Schrei am 24. Juli 1984 war allen Anwesenden klar – dieser Knabe hat eindeutig Musik in den Genen. Klein-Patrick startete sofort im Kinder-, Schul- und Kirchenchor und fand dort stets den richtigen Ton, verlor jedoch kein Gramm Babyspeck. Und das, bis er 16 war! Das setzte ihm zu! Auch wenn seine Großmutter erstmal die schönste Frau von allen war, gab es doch einige Mädels, die Patrick den Kopf verdrehten. Um an diese holden Geschöpfe ranzukommen, besann sich Patrick auf seine genetische Gabe - die Musik. Er textete und textete und beschenkte die durchaus vielzähligen Auserwählten mit romantischen Liebesliedern. Seine Strategie: je mehr Zielobjekte, desto wahrscheinlicher ein Treffer. Keine Frage, gut in Mathe zu sein, hat auch in Liebesdingen seine guten Seiten. Ein Romantiker ist Patrick aber bis heute geblieben, das macht ihn aus.

Erst wird gerappt dann geschlagert…

Im weiteren Verlauf seiner musikalischen Entwicklung war es aber nicht gleich der Schlager, der Patricks Leidenschaft weckte. Es war ausgerechnet die harte HipHop-Szene in Frankfurt, die ihm die Eintrittskarte ins Musikerleben schenkte. So saß er in manchen Abenden und Nächten bei Moses Pelham und anderen Produzenten in Studios herum, um seine Songs vorzustellen, einzusingen und zu rappen. Patrick erinnert sich: „Ich rappte in einer dreiköpfigen HipHop-Crew. Die beiden Jungs hatten Kontakt zu Moses Pelham, der uns ins Radio brachte und uns die Kontakte gab, damit wir ein Demo-Tape bei einem seiner Produzenten aufnehmen konnten. Dann hatten wir einen Auftritt bei einem Hip-Hop Jam in einem Szene-Club, der heftig in die Hose ging. Mir wurde schnell klar, dass die Hip-Hop-Welt nicht die meine war. Nachträglich war die Zeit aber wichtig. Ich konnte mit guten Produzenten arbeiten, von denen mir einer sagte, dass meine Texte für ihn nach Schlager klingen. Das hat mir den Kick gegeben, denn Schlager mochte ich durch meine Oma ja schon von Kindheit an.“ Nach dem HipHop-Desaster ging es nun also konsequent Richtung Schlager. Patricks Karriere nahm rapide Fahrt auf! Zu erwähnen sei an dieser Stelle noch, dass der Babyspeck der Pubertät durch regelmäßiges Bodybuilding einem veritablen Sixpack gewichen ist. Patrick nahm sogar erfolgreich an Fitness-Wettbewerben teil.

Peter Alexander, Falco, James Bond und die drei Tugenden des Himmels

Fragt man Patrick nach seinen Vorbildern kommen ihm Legenden wie Peter Alexander, Falco oder unschlagbare Filmfiguren wie James Bond in den Sinn. Unbändiger Charme, vielseitiges Talent und rauchende Pistolen sind seine risikofreudigen Wegbegleiter. Doch am Wichtigsten sind ihm ohne Zweifel die drei „Himmelschen Grundtugenden“: Disziplin, Kreativität und jede Menge Ausdauer. Es passt in dieses Bild, dass Patrick im Jahr 2012 seinen sicheren Job in der Werbebranche kündigte, wo er die Kampagnen für namhafte Kunden wie Porsche, Samsung, Nintendo erdachte und organisierte. Es war ein sicherer Arbeitsplatz mit großem Renommee. Doch Patrick folgte seinem Herzen und setzte alles auf Rot, alles auf die Liebe zur Musik! Ein waghalsiges Unterfangen, denn Patrick hatte bis dato kaum Bühnenerfahrung. Doch er lebte seinen Traum, gab Vollgas! Die Ergebnisse lassen sich sehen: Da wären ein prall gefüllter Terminkalender, Auftritte mit namhaften Kollegen, erste große Fernseh-Shows wie "Immer wieder sonntags" und zwei Reportagen auf RTL. Mit "Alles auf Rot" brachte er sein in der Schlagerszene vielbeachtetes Debüt-Album auf den Markt, dem 2 Jahre später mit dem Album "Neues Spiel, Neues Glück" ein zweites erfolgreiches Album folgte.

Seit dem geht es für Patrick Schritt für Schritt immer weiter bergauf, mit dem großen Ziel am Gipfel der Schlagerbranche anzukommen.